Diagnose rheumatoide Arthritis

Ich litt so lange an meiner rheumatoiden Arthritis,

bis ich sie begriff.

Ich litt so lange an meiner rheumatoiden Arthritis,

bis ich mich selbst besser begriff.

Begreifen findet im aktiven Tun am besten statt:

im Nachdenken

im Ausprobieren

im Üben

im Verbessern.

Das bedeutet mehr Erfahrung, mehr Gesundheit, mehr Erfolg.

„Sag’ Du es ihr”, sagte meine Seele zu meinem Körper: „auf mich hört sie nicht.”

nach Fritz Perls

So erwachte ich im Frühsommer 1994 eines Tages mit geschwollenen Fingern. Die Haut spannte und juckte. Ich wunderte mich, denn ich konnte mir diese Schwellungen damals noch nicht erklären, fühlte mich nicht krank und in der vorangegangenen Zeit auch keinen unüblichen körperlichen oder seelischen Belastungen ausgesetzt. Alles in allem dachte ich, dass die Schwellungen schon wieder von allein vergehen würden…

Während der nächsten zwei Wochen musste ich feststellen, dass ich es nicht mit einer Eintagsfliege zu tun hatte. Meine Finger fühlten sich nach dem Aufwachen in der Früh wie aufgeblasen an und sahen glasig aus. Sie brauchten dann zwischen einer halben bis zu einer Stunde zum Abschwellen, bis sie tagsüber wieder fast uneingeschränkt beweglich waren.

Bei Kälte (z.B. beim Einkauf neben Kühlregalen oder in kaltem Wasser) stellte sich schnell ein unangenehmes Kribbeln in den Fingern ein. Sie fühlten sich wie eingeschlafen an.

Die Schwellungen nahmen stetig zu und blieben bald auch tagsüber, wenn auch nicht ganz so stark wie nach dem Aufwachen. Im normalen Tagesablauf fielen nun erste hinderliche Bewegungseinschränkungen beim Zugreifen und Festhalten auf. Ab und an spürte ich einen ziehenden und pulsierenden Schmerz in meinen Fingern und Handgelenken.

Die Schmerzen in Fingern und Händen wurden immer intensiver. Zudem wurde die Entzündungshitze in den Gelenken deutlich spürbar.

Innerhalb weniger Tage kamen Schwellungen der Füße mit Steifigkeit nach dem Nachtschlaf und kurzen Ruhephasen tagsüber hinzu.

Im Juni 1994 holte ich mir einen ersten Termin bei einem internistischen Rheumatologen. Um Medikamente einnehmen zu können, stillte ich mein Baby ab. Der Arzt ordnete bei mir nach der Anamnese zunächst einen Labortest an.

Die Diagnose lautete: beginnende schwere rheumatoide Arthritis/chronische Polyarthritis mit aggressivem Verlauf.

Ich wurde gefragt, ob ich schwanger sei und darauf hingewiesen, dass ich eine weitere Schwangerschaft auf jeden Fall vermeiden solle.

Der Behandlungsplan: medikamentöse Einstellung sollte das Fortschreiten der Erkrankung eindämmen. Die Medikamente würden in ihrer Auswahl und Stärke dem Krankheitsverlauf angepasst werden. In ungefähr anderthalb Jahren nach der Gabe von Gold und Methotrexat müsse eine OP der Gelenke erfolgen, wenn die Knorpel durch die Entzündungen zerstört wären.

Es wurden mir Schmerz- und Basismedikamente und Vitamin E verschrieben.

Auf meine Frage, ob enthaltene Substanzen Nebenwirkungen nach sich ziehen würden, die gleich oder gar schwerwiegender für meinen Körper sein könnten als eine etwaige Nichtbehandlung der Erkrankung, bekam ich ein wenig überzeugendes, langgezogenes “Naaiiin” zur Antwort mit dem hastigen Nachsatz: „aber kommen Sie regelmäßig zur Bestimmung Ihrer Leberwerte!“.

Zum nächsten Artikel: Meine Erfahrungen mit der chronischen Entzündung meiner Gelenke

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Laureen

HeilÜben-Begründer, Coach und Trainer

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