Vor Beginn: Allgemeine Hinweise zur Ausführung der HeilÜbungen

Alle HeilÜbungen (HÜ) bauen in ihrer Wirkungsweise aufeinander auf. Deshalb ist die Einhaltung ihrer Reihenfolge wichtig. Aus jedem Level werden dabei die nötigen Fertigkeiten mitgenommen, um ins nächst folgende Level einsteigen zu können.

Wir selbst bestimmen die Stärke und damit den Erfolg unseres HeilÜbens durch die Qualität unseres Trainings: was wir trainieren, wie wir trainieren und dabei natürlich auch wie oft.

Wer im HeilÜben erfahrener wird, findet all dessen Elemente in seinem alltäglichen Leben wieder und kann feststellen, dass er sie nun zu seinem Besseren einsetzen kann:

Wir können uns halten und bewegen, ohne übermäßige und damit direkt schädliche Anspannung in uns wirken zu lassen.

Gönnen Sie sich für die Beschäftigung mit dem HeilÜben Ruhe und Muße. Machen Sie es sich dabei so bequem wie möglich. Haben wir erst einmal unsere Ruhe, beanspruchen unter Umständen wichtige Dinge unsere Gedanken, die wahrgenommen, bedacht, bearbeitet werden wollen. Zudem brauchen wir Zeit, um das HeilÜben zu lesen und zu durchdenken. Wenn Sie trotz aller anderen Dinge, die Ihnen einfallen, erst einmal üben möchten, kann es hilfreich sein, ein Notizbuch und einen Stift greifbar zu haben. Schreiben Sie auf, was Sie nach dem HeilÜben noch erledigen wollen. So können Sie sich diesen Sachen zu einem anderen Zeitpunkt widmen, ohne etwas zu vergessen. Danach kehren Sie zum HeilÜben zurück.

Jede einzelne HeilÜbung wird zunächst erarbeitet und danach so lange wiederholt, bis sie in jeder Alltagssituation angewandt werden kann. Dabei ist die Daumenregel zwei bis vier Wiederholungen pro Übung, bis man sie ohne Nachzulesen von selbst sicher beherrscht und ca. 80 absichtliche und bewusste Anwendungen im Alltag.  So wird der Einsatz unserer jeweils neuen Fertigkeiten mit der Zeit zu gewohntem Verhalten, das automatisch abläuft.

Zum HeilÜben gehört nur das, was in der jeweiligen Anleitung steht. Gedanken und Erinnerungen, die rein zufällig in Ihnen angesprochen werden und nicht Teil dieser HÜ sind, können aber gleichwohl sehr wertvoll für Sie sein. Bitte machen Sie sich den Unterschied zwischen:

  • jetzt trainiere ich
  • jetzt lasse ich meine Gedanken schweifen

bewusst und setzten Sie bei Ihrer Rückkehr aus einer inneren Nabelschau neu dort ein, wo sie die HÜ verlassen haben.

Die innere Umgewöhnung auf Neues und Ungewohntes braucht ihre Zeit – soviel wie eben nötig. Streckenweise verläuft sie unbewusst, unmerklich und bringt uns inneres Wachstum, während wir sie bewältigen. Während dieser wichtigen Phase hilft uns Geduld und unermüdliches Weitermachen.

Alle Zwischenergebnisse sind beim HeilÜben hilfreich, denn sie zeigen zuverlässig, was erfolgreich ist und was verbessert oder verändert werden muss. Hat man zu wenig „Erfolg“ oder auch zu viel Angst, zeigen sich manchmal Ratlosigkeit und Langeweile, Sinn- und Orientierungslosigkeit. So etwas kann zuweilen deprimieren und am eigenen Tun zweifeln lassen. Jeder Entdecker kennt solche Phasen. Sie gehören dazu, sind aber nie das Ende der Fahnenstange, so lange wir trotzdem weiter gehen. Ich akzeptierte, dass solche Empfindungen eben auch da sein können, kämpfte nicht gegen sie und schenkte ihnen keine weitere Aufmerksamkeit. Nehmen wir es immer als sicher und natürlich an, dass wir das Machbare finden werden, dann richtet sich unser Denken darauf aus und fördert Ergebnisse zutage: hat etwas, das wir tun, keinen Erfolg, dann ist genau diese Erkenntnis schon ein Erfolg, weil wir an ihr lernen können, was gar nicht oder nicht genau so funktioniert.

Der sogenannte Misserfolg kann uns also auch weiterbringen, denn es liegen wichtige Erkenntnisse in ihm. Man nimmt ihn dabei nur nicht so emotional und persönlich, dass man sich daran selbst ausbremst, sich klein macht und schwächt, indem man sich negativ bewertet.

HeilÜben konnte ich bei allen gewohnten alltäglichen Dingen. Ich tat dabei alles nur auf eine etwas andere Weise als bisher. Diese etwas andere Weise rief dann in meinem speziellen Falle keine überlastungsbedingte rheumatoide Arthritis mehr hervor.

Das HeilÜben kann mit einem Werkzeugkasten verglichen werden. Dieser bietet verschiedene Hilfsmittel für verschiedene Gelegenheiten. Beispielsweise repariert man ein Dach mit anderen Mitteln als eine Wasserleitung oder ein Türschloss. Aber jede einzelne Arbeit macht das gesamte Haus wohnlicher.

Manche unserer eigenen Baustellen erkennen wir erst mit der Zeit als solche, obwohl wir schon länger mit ihnen gelebt haben. Das liegt darin begründet, dass sich mit jeder unserer Veränderungen unsere gesamte Wahrnehmung ändert. Sie betrifft alles – neben dem, was wir sehen, hören, schmecken und riechen beziehen wir Informationen aus dem, was wir erfühlen, ertasten, wie wir uns bewegen und unsere Position in dem jeweiligen Raum um uns herum wahrnehmen.

Es kommt bei den HeilÜbungen darauf an, sie sich wie einen kompletten Werkzeugkasten zu erarbeiten. Stück für Stück wird die Benutzung der verschiedenen Hilfsmittel gelernt, ausprobiert und angewendet.

Stellen Sie sich ein – wenn auch an einigen Stellen reparaturbedürftiges – Haus vor, dem sie sofort ansehen, dass es Ihr persönliches Wohlfühlhaus ist. Um wie vieles stabiler, schöner und gepflegter es sein wird, wenn wir erst einmal die nötigen Reparaturen durchgeführt haben! Auch wenn jetzt noch ein Fenster in den Angeln hängt, eine Tür quietscht, das Dach an einigen Stellen löchrig ist. Spürte ich Missbehangen und Schmerzen, dann stellte ich mir vor, dass mich diese Schmerzen lediglich auf verschiedene Baustellen hinweisen, die ich verstehen und beheben lernen kann. Aufmerksamkeit für die Dinge, die vorgehen und wie genau sie ablaufen, ist hier immer der erste Schritt. Wir alle wollen bei starkem Leidensdruck sofort eine Lösung. Am besten von anderen. Doch diese stecken nun einmal nicht in unserer Haut. Hier sind wir selbst gefragt. Kein Lehrling beherrscht an einem Tage alle Arbeitsschritte, kein Handwerker wird an einem Tage alles reparieren können – aber jeden Tag etwas. Als ich damit begann, mich innerlich auf die „Reparaturarbeiten“ einzustellen, dachte ich auch an die folgende Spruchweisheit:

Du musst kein Meister sein, um mit der Arbeit zu beginnen.
Beginne mit der Arbeit, um ein Meister zu werden!

Stellen Sie sich nun vor, dass Sie um Ihr Wohlfühlhaus herumgehen, es betrachten und auch innen alles in Augenschein nehmen. Was wir von der Seite oder von innen sehen, sehen wir eventuell nicht von vorn. So stellen wir uns darauf ein, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Deshalb gibt es auch mehrere HeilÜbungen, die in manchem ähnlich und doch voneinander verschieden sind.

Zusätzliche Hinweise für Rheumatoidarthritiker:

Als ich mich mit der rheumatoiden Arthritis nicht abfinden wollte und trotz medizinischer Diagnose und Behandlung einer „nicht ausheilbaren“ Erkrankung weiter nach Ausheilung suchte,

– handelte ich damit entgegen der üblichen Herangehensweise,

– und so auch gegen einige meiner eigenen tieferen Überzeugungen,

– befand mich noch im Krankheitszustand und

– investierte Zeit und Energie.

Wie wir sehen, bestehen die Schwierigkeiten für den Betroffenen also nicht in der RA allein. Die Herausforderungen sind vielfältiger, was beim HeilÜben mit bedacht wird.

Da es auch mit einer RA möglich ist, seine eigenen Fertigkeiten zu trainieren, können völlig unterschiedliche Menschen mit Gewinn dieselben HeilÜbungen erlernen und sie für sich persönlich zum individuell maßgeschneiderten “HeilÜben Louise X“ oder „HeilÜben Tom Y“ weiterentwickeln.

Jeder von RA Betroffene lebt mit individuell verschiedenen äußeren und inneren Bedingungen. Aus diesem Grund kann das HeilÜben kein individuell maßgeschneidertes Programm sein, sondern es ist ein Modell, das beispielhaft Einflüsse, Zusammenhänge und Vorgehensweisen erklärt.

Vielschichtiger wird es danach in der Praxis. Der Betroffene liest die HÜ durch, vollzieht sie nach und prägt sie sich dabei ein. Er beginnt, die HÜ in seine konkreten inneren und äußeren Situationen mit hineinzunehmen. Viele einzelne Situation haben mehrere Varianten. Auf diese Einzelfälle werden die HÜ nun angepasst und angewendet. So konnte ich an die Wurzeln meiner überlastungsbedingten RA gelangen, diese untersuchen, verstehen und meine eigenen individuell wirkungsvollsten HeilÜbungen weiterentwickeln.

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Alles Gute auf Ihrem eigenen Weg!

Laureen

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Quellen:

Bildnachweis

  • rawpixel com active-activity-adult-1308746.jpgrawpixel.com
  • Luis Quintero beach-beautiful-enjoyment-1671217.jpg

 

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